
Einauge ist eine wild lebende Blaumeise (Cyanistes caeruleus) aus der Gegend um Birlinghoven, die trotz eines fehlenden Auges bestens zurechtkommt. Diese Bilder zeigen sie aus nächster Nähe bei der Futtersuche im Geäst. Blaumeisen sind kleine, blau-gelbe Gartenvögel und geschickte Höhlenbrüter.
Du erkennst Einauge sofort: Wo bei anderen Blaumeisen zwei wache Knopfaugen sitzen, blickt sie dich nur mit einem an. Das kleine Handicap hält sie nicht auf, im Gegenteil. Flink hüpft sie von Ast zu Ast und macht ihrem Charakternamen alle Ehre.
Ich habe sie an einem sonnigen Frühlingstag rund um Birlinghoven begleitet. Für einen so quirligen Vogel ist das echte Geduldsarbeit, aber genau diese Momente machen die Vogelfotografie für mich aus.

Eine kleine Kämpferin
Trotz des fehlenden Auges wirkt Einauge kein bisschen scheu. Sie navigiert sicher durch das dichte Geäst, findet ihr Futter und behauptet sich gegen ihre Artgenossen. Für mich ist sie ein schönes Beispiel dafür, wie zäh selbst die kleinsten Wildtiere sein können.
- ArtBlaumeise, Cyanistes caeruleus
- Größe11 bis 12 cm, rund 11 g
- NahrungInsekten, Larven, Spinnen, im Winter Samen
- LebensraumWälder, Parks und Gärten
- BrutHöhlenbrüter
- Merkmalblau-gelbes Gefieder, blaue Kappe
Den vollständigen Steckbrief findest du im Arten-Katalog bei der Blaumeise.
Auf der Suche nach dem nächsten Happen
Blaumeisen sind fast pausenlos in Bewegung. Zwischen den Zweigen sucht Einauge nach Insekten und Larven, hält kurz inne, späht in alle Richtungen und stürzt sich dann auf ihre Beute.
Mit der Beute im Schnabel hält sie noch einmal kurz inne, dann ist sie schon wieder verschwunden. Ein letzter aufmerksamer Blick, bevor es zum nächsten Ast geht.
Einauge bleibt für mich eine kleine Heldin des Waldes. Noch mehr Vögel und Wildtiere vor der Linse findest du in meinen weiteren Fotoprojekten und Stories.

