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Die Romantik der Halsbandsittiche

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Die Romantik der Halsbandsittiche

Eine Liebesgeschichte in Grün

Kurz erklärt

Der Halsbandsittich (Psittacula krameri) ist ein grüner Papagei, der ursprünglich aus Südasien und Afrika stammt und heute in vielen deutschen Städten lebt. Entkommene und ausgesetzte Vögel haben seit den 1960er Jahren stabile Stadtkolonien gebildet. Halsbandsittiche leben monogam, pflegen ihre Paarbindung sehr innig und brüten in Baumhöhlen. Für Menschen sind sie harmlos, laut und ausgesprochen unterhaltsam.

Es gibt Begegnungen, die einen einfach zum Lächeln bringen. Diese hier war so eine. Zwei Halsbandsittiche saßen dicht beieinander auf einem Ast, das leuchtende Grün ihres Gefieders im Nachmittagslicht, und taten etwas, das fast schon rührend menschlich wirkte: Sie schauten sich lange in die Augen und kraulten sich behutsam das Gefieder.

Man vergisst leicht, dass hier bunte Papageien mitten in einer deutschen Stadt sitzen. Genau diese Mischung aus exotisch und alltäglich macht die Halsbandsittiche für mich so besonders.

Zwei Halsbandsittiche berühren sich zärtlich mit den Schnäbeln

Wie kamen die Papageien in unsere Städte?

Ursprünglich sind Halsbandsittiche in den warmen Regionen Südasiens und Afrikas zu Hause. Nach Deutschland kamen sie nicht von selbst: In den 1960er Jahren entkamen einzelne Vögel aus Privathaltungen oder wurden ausgesetzt. Weil sie überaus gesellig und anpassungsfähig sind, bildeten sich schnell erste Schwärme. Besonders im milden Rheinland, etwa in Köln, Düsseldorf oder Wiesbaden, fanden sie ideale Bedingungen und sind heute ein fester Teil des Stadtbildes.

An ihrem leuchtend grünen Gefieder, dem kräftigen roten Schnabel und dem namensgebenden schmalen Halsband der Männchen erkennst du sie sofort. Und spätestens, wenn ein schwatzender Schwarm über die Dächer zieht, hörst du sie ohnehin schon von Weitem.

  • ArtHalsbandsittich, Psittacula krameri
  • Größerund 40 cm mit Schwanz
  • HerkunftSüdasien und Afrika, bei uns eingebürgert
  • BrutHöhlenbrüter, ab Februar
  • NahrungSamen, Früchte, Knospen, Nüsse
  • Verhaltengesellig, monogam, Standvogel

Den vollständigen Steckbrief mit allen Merkmalen findest du im Arten-Katalog beim Halsbandsittich.

Ein Paar fürs Leben

Halsbandsittiche gehen feste, monogame Paarbindungen ein, und sie pflegen sie mit erstaunlicher Zärtlichkeit. Zwischen Frühjahr und Spätsommer kannst du in den Städten ihr Werben beobachten: In eleganten Flugmanövern umkreisen die Partner einander, rufen, spreizen die Federn. Haben sich zwei gefunden, folgt das, was ich am liebsten fotografiere, das innige Sich-in-die-Augen-Schauen und das gegenseitige Gefiederputzen. Dieser Blickkontakt festigt die Bindung und wirkt fast schon vertraut.

Halsbandsittiche als eng verbundenes Paar in der Paarungszeit

Von der Balz zum Nest

Nach der Balz suchen die Partner gemeinsam einen Nistplatz. Dabei sind sie einfallsreich: Baumhöhlen, Nistkästen, manchmal auch Mauerspalten werden zum Zuhause. Das Weibchen legt vier bis sechs Eier, um die sich beide Eltern kümmern. Wenn die Jungen schlüpfen, beginnt eine intensive Zeit, in der die Altvögel unermüdlich füttern, bis der Nachwuchs flügge ist. Genau dieser enge Familienzusammenhalt ist das Geheimnis ihres Erfolgs als Stadtvögel.

Häufige Fragen zu Halsbandsittichen

Woher kommen die Papageien in deutschen Städten?

Es sind Halsbandsittiche, die seit den 1960er Jahren aus Privathaltungen entkommen oder ausgesetzt wurden. Sie haben sich vermehrt und leben heute vor allem im milden Rheinland in stabilen Stadtkolonien.

Wo kann ich Halsbandsittiche beobachten?

In Parks, Alleen und an Flussufern größerer Städte wie Köln, Düsseldorf, Wiesbaden oder Heidelberg. Am Abend sammeln sie sich oft in großen, lautstarken Schwärmen an gemeinsamen Schlafbäumen.

Überstehen die Papageien den deutschen Winter?

Ja. Halsbandsittiche sind standorttreu und bleiben das ganze Jahr. In der Stadt finden sie mildere Temperaturen und ein gutes Nahrungsangebot und kommen so gut durch den Winter.

Sind Halsbandsittiche ein Problem für heimische Vögel?

Sie sind Höhlenbrüter und können mit heimischen Arten um Bruthöhlen konkurrieren. Ein großer Schaden ist bislang aber kaum belegt. Beobachtet wird die Entwicklung trotzdem aufmerksam.

Bunte Exoten mitten in der Stadt, wer hätte das gedacht. Noch mehr Vögel und Wildtiere vor der Linse findest du in meinen Fotoprojekten.